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Agility

Das heutige Agility wurde anläßlich der Crufts Dog Show (der jährlich stattfindenden größten Hundeausstellung der Welt) 1977 in London zum ersten Mal gezeigt. Die Resonanz der Besucher war überwältigend. Fünf Jahre später entstanden die ersten Agility-Vereine und heute werden bereits Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen.

Agiltiy bedeutet in erster Linie Spaß für alle Beteiligten. Übersetzt heißt es "Behendigkeit" und diese betrifft Körper und Geist gleichermaßen. Agility fordert den ganzen Hund - und seinen menschlichen Partner, denn Agility ist Teamwork.Gemeinsam lernen beide sich durch Handzeichen oder kurze Zurufe zu verständigen. Es wird eine tiefe Bindung geschaffen, die gegenseitiges Vertrauen voraussetzt. Der Hund bekommt die nötige Bewegung, den Kontakt zu andern Hunden und wird das Erlernte auch außerhalb des Platzes zeigen. Agility bedeutet Lernen und Erziehung durch Spiel.



 

Der Parcours muß mindestens 20-40 Meter groß sein. Auf einer Strecke von 100 bis 200 Metern werden je nach Kategorie 12-20 Hindernisse aufgebaut. Der Streckenverlauf ist in jedem Wettbewerb anderst. Standard- und Höchstzeiten bestimmt der von der FCI anerkannte Richter. Die Hindernisse bestehen aus Hürden, Viadukt oder Mauer, Tisch, Laufsteg, Wippe, Schrägwand, Slalom, Stoff- und festem Tunnel, Reifen, Weitsprung und Wassergraben. Mindest- und Höchstmaße sowie die Art und Weise wie die Hindernisse bewältigt werden müssen sind vorgeschrieben. Die Sprunghindernisse verlangen vom Hund die richtige Streckeneinschätzung und das Gefühl für den richtigen Zeitpunkt des Absprungs, um die nötige Höhe oder Weite zu erreichen, die zur korrekten Bewältigung des Hindernisses erforderlich ist. Sie schulen das Auge, den Orientierungssinn und die Konzentrationsfähigkeit.
Der Tisch erfordert Selbsbeherrschung. Auch wenn der Vorwärtsdrang noch so stark sein mag, erst auf das erlösende Wort seines Menschen darf der Hund seine liegende, sitzende oder stehende Position verlassen.

Laufsteg und Wippe trainieren den Gleichgewichtssinn und die Konzentrationsfähigkeit. Wird der Hund schnell, unterbleibt gelegentlich die geforderte Berührung der am Anfang und Ende der Hindernisse liegenden Kontaktzonen. Er muß lernen seine Aufgaben fehlerfrei und in erwünschter Reihenfolge zu lösen. Intelligenz und selbständiges Handeln sind besonders bei der Wippe erforderlich. Jedes Erfolgserlebnis stärkt das Selbstvertrauen ebenso wie die erfolgreiche Bewältigung der Schrägwand.



 

Der Slalom dient der körperlichen Geschicklichkeit, die Tunnel setzen Mut und selbständiges Handeln voraus, denn der Hund weiß nicht, was ihn am Ende erwartet.



 

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